

Im Februar 1999 gründete ein 9-köpfiger ExpertInnenkreis aus Medizin, Psychologie und Sozialpädagogik unter der Leitung von Dr. med. Ursula Gruber (Klinikum der Universität München Großhadern) und Dr. med. Doris Pouget-Schors (Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München) das Netzwerk PsychoSoziale-Onkologie München.
Mit dem Ziel der Verbesserung der psychoonkologischen Versorgung von KrebspatientInnen und ihren Angehörigen in München und Umgebung sollte die Arbeitsgemeinschaft die Kommunikation und Kooperation von in diesem Bereich tätigen Personen und Berufsgruppen entscheidend verbessern. Bereits vorhandene Infrastrukturen sollten vernetzt und erweitert werden, Kommunikationswege und damit Wartezeiten für PatientInnen verkürzt und die Behandlungsqualität durch Fortbildungsangebote und Diskussionsrunden verbessert werden.Bereits nach kurzer Zeit konkretisierten sich die Ideen des Arbeitskreises im Rahmen regelmäßiger Sitzungen und Fachvorträge. Die Neuigkeit, dass endlich ein Forum für den offenen Austausch unter den zum Teil sehr verstreut und isoliert tätigen Psychoonkologen existierte, verbreitete sich sehr schnell. Bereits im ersten Jahr stieg die Mitgliederzahl auf 42 an und hat sich bis heute vervielfacht. KollegInnen unterschiedlichster Berufsgruppen und kleinere Organisationen aus anderen bayerischen Städten und dem Münchner Umland schlossen sich dem Netzwerk an, wurden Mitglied oder Kooperationspartner. Das Netzwerk Psycho-Soziale Onkologie München - Stadt und Landkreis, N-PSOM, war erfolgreich gestartet!
Aber auch in der Richtung berufspolitischer Anerkennung der Psychoonkologie gelang den Aktiven im Jahr 2000 ein entscheidender Schritt nach vorn: Das Tumorzentrum München integrierte auf entsprechenden Antrag des Netzwerks den Arbeitskreis als Projektgruppe Psychoonkologie (PG Psychoonkologie-TZM) in sein Expertengremium. Dadurch erhielten psychoonkologisch Tätige erstmals in der Geschichte des seit 1976 bestehenden Tumorzentrums München die Chance, als eigene themenbezogene „Projektgruppe Psychoonkologie“ einen Beitrag zur Behandlung von Tumorpatienten in Diagnostik, Therapie und Nachsorge zu leisten. Dieser Schritt erforderte erstmals die Wahl eines eigenen Vorstandes nach den Richtlinien des Tumorzentrums München. Der Vorstand wurde am 16.03.2000 offiziell gewählt und eingesetzt (siehe unten). Der Vorstand war fortan in zweierlei Funktionen tätig: Er saß sowohl der Projektgruppe des TZM vor als auch dem Netzwerk selbst.
Nach den ersten Neuwahlen 2004 wurden beide Gruppen weiterhin von einem gemeinsamen Vorstand (siehe unten) unter Ehrenvorsitz von Frau Prof. Almuth Sellschopp geleitet.
Die dritte Wahl 2006 erforderte aufgrund von Vorgaben des Tumorzentrums schließlich zwei getrennte Vorstände für N-PSOM und PG Psychoonkologie-TZM. Die Vorstandsaufgaben sind dadurch neu organisiert, beide Vorstände arbeiten jedoch eng zusammen.
Gründungssitzung Netzwerk N-PSOM 8.2.1999
1. Wahl 16.3.2000: Vorstand Projektgruppe Psychoonkologie im Tumorzentrum München und Netzwerk N-PSOM 2000-2003
Prof.
Dr. A. Sellschopp, Vorsitz
Dr. med. E. Frick
Dr. med. U. Gruber
Dr. med. D.
Pouget-Schors
Prof. H. Theml †
Dipl.-Psych. A. Vodermaier
Dr. rer.nat. T. Vollmer
2. Wahl 24.11.2003: Vorstand Projektgruppe Psychoonkologie im Tumorzentrum München und Netzwerk N-PSOM 2003-2006
Prof.
Dr. A. Sellschopp, Ehrenvorsitz
Dr. med. D.
Pouget-Schors, 1. Vorsitz
Dr. phil. Andrea Vodermaier, Stellvertretung (bis Mai 2005)
Dr. med. Pia
Heußner (ab Mai 2005), Stellvertretung
Dr. rer. nat. Tanja Vollmer (ab Mai 2005), Stellvertretung
Dr. med. Ullrich Mehl
Dr. med. Carola
Riedner
Freifrau Imogen von Gillern
3. Wahl 27.11.2006: Vorstand Projektgruppe Psychoonkologie im Tumorzentrum München und Netzwerk N-PSOM 2006-2009
Projektgruppe Psychoonkologie im Tumorzentrum
München:
Prof. Dr. A.
Sellschopp, Ehrenvorsitz
Dr. med. Pia
Heußner, 1. Vorsitz
Dr. med. D.
Pouget-Schors, Stellvertretung
Dr. med. Carola
Riedner, Stellvertretung
Netzwerk Psychosoziale Onkologie München
Dr. med. Ullrich
Mehl, 1. Vorsitz
Dipl.-Psych.
Markus Besseler, Stellvertretung
Dr. med.
Hermann Dietzfelbinger, Stellvertretung
Dr. rer. biol. hum. Martin
Fegg, Stellvertretung
Dr. phil. Klaus Lang,
Stellvertretung
Während das Netzwerk Psychosoziale Onkologie N-PSOM, bis zum heutigen Tag für alle Personen, die im weitesten Sinne psychoonkologisch tätig oder interessiert sind, offen steht, gelten für die Mitgliedschaft in der „Projektgruppe Psychoonkologie“ des TZM gesonderte Aufnahmekriterien („aktive Mitgliedschaft“).
Im Rahmen der zentralen, vierteljährlichen Sitzungen treffen sich beide Gruppen, N-PSOM und PG Psychoonkologie-TZM, gemeinsam. Die Treffen fanden traditionell im Wechsel an einer der Münchner Universitätskliniken statt; ab Mitte 2007 wird erstmals die Bayerische Krebsgesellschaft Gastgeber der Fortbildung.
| 1999-2001 | Abteilung für Psychosomatische Medizin, Klinikum Rechts der Isar, Technische Universität München |
|---|---|
| 2002-2003 | Abteilung für Psychosomatische Medizin, Klinikum der Ludwig Maximilians Universität München Innenstadt |
| 2004-2007 | Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Klinikum der Ludwig Maximilians Universität München Großhadern |
| 2007- | Bayerische Krebsgesellschaft e.V., München |
Seit der Entstehung haben N-PSOM und die Projektgruppe Psychooonkologie München im TZM in zahlreichen Aktivitäten und Projekten bewiesen, dass die seinerzeit formulierten Ziele bereits in vielfältiger Form in konkrete Angebote und Hilfen für Patienten, Behandler und eine breitere Öffentlichkeit umgesetzt werden konnten und auch im zukünftigen Wirken Bestand haben werden.